• Presstechnik

    Presstechnik

    Die Presstechnik hat seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert immer schon die Hilfe von Technik und Mechanik benötigt. Sogenannte Handhebelpressen machten es möglich, Motive, Strukturen und aufwendige Formverläufe in eine Grundform und einen Stempel zu modellieren. Das heiße, noch flüssige Glas, wird durch Andruck mit dem Stempel bis in die letzten Winkel der Grundform gepresst und behält durch Abkühlen seine angenommene Form. Heute sorgen Roboter für eine gleichbleibende Qualität. Die Presstechnik findet ihre Grenzen, wenn besonders dünnwandige Produkte oder hohle Formen gefragt sind.

  • Schleudertechnik

    Schleudertechnik

    Ursprünglich gibt der Glasmacher einen genau bemessenenBatzen zähflüss gen glühendheißen Glases in die Mitte einer von oben offenen Form aus Metall, die sich am Kopf einer mechanisch angetriebenen Zentrifuge befindet. Durch die Fliehkraft der schnelldrehenden Form wird das Glas gleichmäßig bis an den Rand der Form geschleudert und dann heruntergekühlt, damit es erstarrt und die neue Gestalt behält.

    Heute wird auch hier der Glasmacher entlastet durch Roboter, die präzise das gewünschte Glasgewicht in die Form legen und mit Saugarmen die noch heißen, aber erstarrten Produkte aus der Form ins Kühlband legen.

  • Gusstechnik

    Gusstechnik

    Schon seit es Glas gibt, wird es auch durch Gießen gestaltet, so, wie auch heute noch im Bereich Wirtschaftsglas durch Eingießen der heißen, zähflüssigen Glasmasse in oben offene Negativstahlformen bis die Form gefüllt ist. Nach dem Glattstreichen läßt man die Masse erkalten und erstarren. Sie wird dann herausgenommen und der üblichen Nachbearbeitung unterzogen.

  • Absenktechnik

    Absenktechnik

    Flachglas wird über einer Negativform durch Hitzeeinwirkung abgesenkt. Dieses geschieht in einem so genannten Fusingofen. Über die Hitze steuert man den Grad der Verschmelzung.

  • Überfangtechnik

    Überfangtechnik

    Durch eintauchen des Kölbels aus farblosem Glas in Farbglas und anschließendes Aufblasen entsteht ein sogenannter Außenüberfang. Beginnt der Prozeß mit einem farbigen Kölbel, spricht man von Innenüberfang. Die Kombination von beidem heißt Doppelüberfang. Durch späteres Herausschleifen oder –ätzen von Mustern werden durch den farbigen Kontrast interessante Wirkungen erzielt.

  • Einschmelztechnik

    Einschmelztechnik

    Hier werden auf den Kölbel beispielsweise Millefiori, Stäbchen oder Krösel eingeschmolzen. Anschließend wird der verzierte Kölbel zu einem Gefäß weiterverarbeitet.

  • Sandstrahlen

    Sandstrahlen

    Unter hohem Druck wird Quarzsand mit einer Düse per Luft auf die Glasoberfläche gestrahlt. Die Oberfläche wird verletzt. Diesen Effekt nennt man satinieren. Um Dekore Sand zu strahlen muß das Glas an entsprechenden Stellen mit einer Folie abgedeckt werden. An den Stellen, an denen sich keine Folie befindet, entsteht das Dekor. Man kann oberflächlich und auch tief Sandstrahlen.

  • Farbauftrag

    Farbauftrag

    Glasfarben können mit Pinsel, Schwamm, Siebdruck oder Airbrush aufgetragen werden. So kann man verschiedene Oberflächenstrukturen, Dekore, Farbverläufe und Farbflächen erzeugen. Es gibt transparente, semitransparente und opake Farben. Nach dem Auftrag werden die Farben eingebrannt.

  • Photodruck mit Abziehbild

    Photodruck mit Abziehbild

    Auf ein Trägerpapier per Siebdruck erstelltes Motiv wird mit einer Filmschicht überzogen. Nach dem einweichen des Papiers in Wasser lässt sich der Farbdruck mit Hilfe der Filmschicht vom Trägerpapier abschieben und auf das Glas übertragen.

    Anschließend wird die Dekoration eingebrannt.

  • Schliff

    Schliff

    An einer rotierenden Welle sind senkrecht laufende Schleifsteine mit unterschiedlichen Profilen angebracht, die während des Schleifprozesses mit Wasser gekühlt und gereinigt werden.

    Der Schleifer kann sich nach Bedarf passende Schliffprofile herstellen, indem er den Schleifstein mit Werkzeugen passend abgerichtet.

    Schleifsteine können aus Stein, Silizium oder Industriediamant sein. Rauhschliff, Feinschliff und Politur sind verschiedene Schleifstufen, die in ihrer Reihenfolge von grob und rauh bis hin zu fein und glänzend zu erkennen sind.