• Handspülen

    Handspülen

    Gläser werden, am besten einzeln, in lauwarmem Wasser gespült, das mit einer kleinen Beigabe eines sanften, sandfreien Spülmittels versehen ist. Sie sollten sorgfältig mit reinem Wasser gleicher Temperatur nachgespült werden. Dies ist besonders wichtig bei allen kohlensäurehaltigen Getränken wie Champagner, Sekt oder Bier. Spülmittelreste führen dazu, dass Getränke in den Gläsern nicht „perlen“ können. Auch stille Weine werden dadurch geschmacklich nachhaltig beeinträchtigt. Beim Trocknen der Gläser sollte unbedingt auf die Wandstärke der Gläser geachtet werden. Nicht das Leinentuch massiv in den Kelch „stopfen“, das ergibt Druck und kann zum Bruch des Kelches führen. Auch besonders große, schwere oder massive Vasen, Aschenbecher etc. spült man am besten von Hand.

  • Maschinenspülen

    Maschinenspülen

    In der Maschine sollte Glas nie heißer als 60 Grad und nur im Schongang und mit mildesten Spülmitteln gesäubert werden. Bei höherer Temperatur können nach längerem Gebrauch Glasschäden wie z. B.Trübungen auftreten. Für alle Gläser mit dem Prädikat „Spülmaschinengeeignet“: Beim Einsetzen der Gläser in den Spülkorb sollte man darauf achten, dass gegenseitiges Aneinanderschlagen durch die Wasserbewegungen während des Spülvorganges vermieden wird, um Bruch oder andere Schäden zu vermeiden. Deshalb sollte man Gläser möglichst separat ab-stellen und auch nicht in enger Nachbar-schaft mit anderen „harten“ Materialien (Bestecke, Töpfe, Geschirre) spülen.

    Der beste Schutz gegen Bruch infolgemechanischer Beanspruchung sind Körbe, die den Gläsern sicheren Halt geben. Trinkgefäße sollten stets schräg in die Gläserkörbe der Maschine gestellt werden, damit in den Vertiefungen der Standfläche keine Wasserreste zurückbleiben. Auch kleinste Wasserreste aus einer im übrigen spülmaschinengerechten Standfläche können einen guten Klartrocken- effekt zunichte machen.

    Nach dem Waschvorgang die Klappe des Geschirr- spülers unbedingt einen Spalt weit öffnen, um den heißen Dampf, der die Oberfläche des Glases korrodiert, entweichen zu lassen.

  • Reinigungsmittel

    Reinigungsmittel

    Gläser sollen nie mit Scheuermittel gereinigt werden. Sie werden dadurch stumpf. Die modernen Spülmittel dagegen reinigen die Gläser gut, ohne sie anzugreifen.

  • Temperatur

    Temperatur

    Gläser nie starkem Temperaturwechsel aussetzen.

  • Trocknen

    Trocknen

    Gläser sollte man nicht lufttrocknen lassen, sondern vorsichtig mit einem fusselfreien Leinentuch abtrocknen.

  • Dekorierte Gläser

    Dekorierte Gläser

    Bemalte oder mit Gold- oder Platinauflage dekorierte Gläser sollte man immer vorsichtig mit der Hand spülen. Trotz anderslautender Herstellerhinweise ist dies die sicherste Methode.

  • Kelche

    Kelche

    Kelche soll man beim Spülen, Abtrocknen oder Polieren nicht am Stiel anfassen und drehen. Dadurch kann leicht der Fuß abbrechen. Besser ist es, den Kelch leicht an der Wölbung anzufassen.

  • Umgang mit Glasobjekten

    Umgang mit Glasobjekten

    Glas ist ein empfindlicher Werkstoff. Dies gilt auch oder insbesondere für massive Artikel aus Glas mit dicken Wandstärken oder robustem Design. Schon kleinste Beschädigungen, wie z.B. Kratzer, Macken oder Sprünge können dazu führen, dass das Glas ohne ersichtlichen Grund zerspringt - manchmal auch erst Monate später. Ein vorsichtiger Umgang mit diesen Objekten ist daher ratsam. Um eine Beschädigung zu vermeiden sollten daher folgende Punkte beachtet werden:

    Vasen und Gefäße nach Möglichkeit nicht mit harten bzw. schweren Dekomaterialien, wie z.B. Steinen befüllen.

    Behutsames Handling der Objekte. Insbesondere beim Verstellen auf harten Untergründen (z.B. auf Beton, Stein oder Fliesen).

  • Kalkränder

    Kalkränder

    Glasvasen, bei denen sich nach längerem Gebrauch oben ein Wasserrand (Kalk) gebildet hat, säubert man am besten durch mehrfaches Ausspülen mit verdünnter Salzsäure und kräftigem Nachspülen. Auch hier sollte man auf gleichbleibende Temperaturen achten.

  • Glaskorrosion

    Glaskorrosion

    „Blind“ gewordene Gläser nennt man Gläser, bei denen die sonst glänzende Oberfläche trübe und matt erscheint, so dass auch die Durchsicht beeinträchtigt ist. Diese Erscheinung ist die Folge einer Zersetzung der Oberfläche durch vorhergehenden Beschlag, der meist in unsachgemäßer Lagerung (zu feucht) seine Ursachen hat. Mit Hilfe eines mit Salmiakgeist befeuchteten Tuches lässt sich dieser Belag wieder vollständig entfernen. Der Salmiakgeist nimmt den entstandenen Belag weg und gibt dem Glas dadurch seinen früheren Glanz und seine Klarheit zurück. Auch durch Maschinenspülung können Gläser nach einiger Zeit „blind“ werden. Oft sind es mikroskopisch feine Ablagerungen, die durch falsche Dosierung des Spülmittels auf den örtlichen Wasserhärtegrad entstehen. Mit Hilfe von Zitronensäurepulver oder Salmiakgeist, an Stelle des Spülmittels dem Normalprogramm zugegeben, lassen sich die Gläser wieder klarspülen (notfalls mehrfach wiederholen).